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Der GEOPARK Emsland

im Überblick

 

2.882 km²

Größe

2018

Gründungsjahr

 

Der GEOPARK Emsland mit seinem Themenschwerpunkt Moor erstreckt sich auf einer Fläche von 2.882 qkm entlang der deutsch-niederländischen Grenze zwischen der westfälischen Bucht im Süden und den ostfriesischen Marschen im Norden.

Auch wenn die ergiebigen Erdöllagerstätten des Emslandes in der Kreidezeit gebildet wurden - die Region ist das größte Erdölfördergebiet auf deutschem Festland- ist der GEOPARK Emsland eine vergleichsweise junge Landschaft. Sie ist vor allem spät- und nacheiszeitlich geprägt: Ihren besonderen Charakter erfuhr sie während der letzten beiden Kaltzeiten (Saale- und Weichselkaltzeit), die zu meterhohen Sandablagerungen führten und Findlinge in allen Formen und Größen herantransportierten. Dies sind aber bei weitem nicht die einzigen Spuren, die das kühle Klima hinterließ: Abfließendes Schmelzwasser bildete Flusstäler aus, Bodensenken dienten als Regenwasserspeicher und führten zur großflächigen Bildung von Hochmooren.

In kaum einer anderen Region in Mitteleuropa war der Flächenanteil dieser Moore so hoch wie im Emsland. Kein Wunder also, dass die Hochmoore nicht nur die emsländische Landschaft prägten, sondern auch die Kultur der Menschen, die mit und von dem Moor leben mussten. Heute lassen sich die unterschiedlichen Moorkultivierungsmethoden an vielen Stellen im Emsland noch gut nachvollziehen. In Bereichen, in denen der Torf für industrielle Zwecke gewonnen wurde, wird durch Wiedervernässung ein neues Moorwachstum initialisiert. Dies ist u. a. auch für den Klimaschutz wichtig, denn ein wachsendes Moor kann deutlich mehr CO2 aus der Atmosphäre binden als ein Wald gleicher Flache.

 

Geologische Übersichtskarte

GEO-Fakten

- Aus dem Moor geboren
    
    
    - Hochmoore wurden in den letzten 10.000 Jahren gebildet, dem jüngsten geologischen Zeitabschnitt (Holozän). Der GEOPARK Emsland bildet auch heute noch den Verbreitungsschwerpunkt für die deutschen Hochmoore.
    - Der GEOPARK Emsland umfasst große Teile des ehemals ausgedehntesten Hochmoorkomplexes Mitteleuropas, dem Bourtanger Moor.
    - Moore sind Archive der nacheiszeitlichen Klimaveränderungen. Mit Hilfe der Pollenanalyse lasen sich vegetationsgeschichtliche Entwicklungen aufzeigen.
    - Die Kultivierung des Moorbodens zu fruchtbaren Ackerflächen erfolgte ab den 1950er Jahren maschinell. Im Emsland kam der größte Tiefpflug der Welt zum Einsatz, der noch heute im  bestaunt werden kann.
- Alles am Fluss
    
    
    - Als einziger Strom Europas fließt die Ems nahezu ausschließlich durch eiszeitliche Sande.
    - In auffällig parallel verlaufenden Gletscherspaltentälern aus der Saale-Kaltzeit bahnten sich die Nord-, Mittel- und Südradde ihren Lauf. In ihren feuchten Niederungsgebieten haben sich einige Niedermoore gebildet.
    - Während der letzten Kaltzeit bliesen starke Westwinde den Sand aus dem damals trockengefallenen Emsflussbett und weiteren vegetationsarmen Flächen an den östlichen Talrand, wo er sich ablagerte. Da dieser Boden sehr unfruchtbar war, entstanden Siedlungen und Wege vorrangig am westlichen Emsufer.
- Spuren der Eiszeit
    
    
    - Auf den Geestrücken des Hümmlings und der Lingener Höhe finden sich viele Findlinge skandinavischen Ursprungs. Mit 102,5 Tonnen ist der  der viertgrößte Findling in Niedersachsen.
    - Findlinge, die besonders beeindruckend die gewaltigen mechanischen Kräfte der Vereisung belegen, fanden in der Errichtung der Megalithbauwerke Verwendung. Im GEOPARK Emsland sind noch insgesamt 80 Standorte von nachweisbar.
    - Auch das Emsland ist geprägt von den Spuren der kalten Vergangenheit. Vor allem das Eis der Saale-Kaltzeit hatte viel Sand mit im Gepäck - u.a. die Grundlage der Geest-Landschaft. An einigen Stellen wehte ihn der Wind zu mächtigen Dünen zusammen.
- Tief aus der Erde
    
    
    - lagerstätten entstanden im Emsland bereits in der Kreidezeit. Die Region ist das größte Erdölfördergebiet auf deutschem Festland.

 

 

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