Hinter den Kulissen der Radsaison im Emsland

Ein Blick auf die Arbeit von Projektmanager Kevin Veerkamp

Wissenswertes

Ein Blick auf die Arbeit von Projektmanager Kevin Veerkamp

Wenn Ende April traditionell die Radsaison mit dem großen Anradel-Fest eröffnet wird, steigt die Vorfreude in der gesamten Region. Einheimische und Gäste starten dann wieder in eine Zeit voller Bewegung, Naturerlebnisse und neuer Entdeckungen auf zwei Rädern. Das Emsland zählt zu den beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands – mit einem engmaschigen Fahrradknotenpunktnetz, zahlreichen Themenrouten sowie stetig neuen Tourenvorschlägen, die jedes Jahr viele Radfahrende anziehen.

Doch was viele nicht sehen: Hinter den gut ausgeschilderten Wegen, gepflegten Strecken und sorgfältig geplanten Rastplätzen steckt viel Organisation und kontinuierliche Arbeit. Genau hier kommt Kevin Veerkamp ins Spiel. Als Projektmanager für die Radinfrastruktur im Emsland koordiniert, plant und begleitet er gemeinsam mit der Emsland Touristik zahlreiche Projekte rund um das Radwegenetz. „Radfahren im Emsland soll unkompliziert, sicher und erlebnisreich sein – für Gäste genauso wie für Einheimische“, beschreibt Veerkamp seinen Anspruch.

Unterstützt wird er dabei von einem engagierten Team aus Radroutenwarten. Diese sind beinahe täglich im gesamten Gebiet unterwegs und kennen ihre Teilregionen oft wie ihre eigene Westentasche. Sie kontrollieren und reinigen, prüfen und erneuern die Radwegweiser und richten bei Bedarf Umleitungen ein.  Der enge Austausch im Team sorgt dafür, dass das Radwegenetz dauerhaft gut ausgeschildert und in einem verlässlichen Zustand bleibt.

Auch die Planung von Schutzhütten, Bänken und Rastplätzen gehört zu Veerkamps Aufgabenbereich. Was auf den ersten Blick einfach wirkt, erfordert in der Praxis viel Abstimmung – etwa bei Standortwahl, Sicherheit und langfristiger Nutzung. Immer wieder stellen auch Vandalismus oder Zweckentfremdung Herausforderungen dar, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Umso wichtiger ist es, funktionale und gleichzeitig einladende Rastmöglichkeiten zu schaffen, die dauerhaft Bestand haben.

Besonders kreativ wird es bei der Entwicklung neuer Radrouten. In diesem Jahr wurden beispielsweise neun Touren anlässlich der Naturparkgeburtstage thematisiert – unter dem Motto „Moor & mehr“. Der Naturpark Bourtanger Moor – Veenland feiert sein 20-jähriges Bestehen, der Naturpark Hümmling blickt auf 10 Jahre zurück. Diese Tagestouren verbinden Natur, Kultur und Geschichte der Region und machen die Vielfalt des Emslands auf besondere Weise erlebbar. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle: eine attraktive Streckenführung, eine gute Wegebeschaffenheit, passende Tageslängen – zunehmend auch abgestimmt auf E-Bikes – sowie ausreichend Rastmöglichkeiten entlang der Strecke. So entstehen abwechslungsreiche Touren, die sowohl für Feierabendrunden als auch für längere Sonntagsausflüge geeignet sind und immer wieder neue Perspektiven auf die Region eröffnen.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Vermarktung der Routen. Diese erfolgt unter anderem über den Emsland Routenplaner sowie über Plattformen wie Komoot. Die Abstimmung und Pflege dieser Inhalte erfolgen im engen Austausch innerhalb der Emsland Touristik, um die Angebote für Gäste und Einheimische gleichermaßen sichtbar und zugänglich zu machen.

Kevin Veerkamp ist dabei seit rund zwei Jahren in dieser Funktion tätig. Privat ist er übrigens ebenfalls gerne auf zwei Rädern unterwegs, bevorzugt mit dem Gravelbike. So verbindet er seine Leidenschaft fürs Radfahren mit seiner täglichen Arbeit in seiner Heimat - in der Radregion Emsland.

Weitere Informationen unter www.emsland.com.