Vogelbeobachtungsturm am Bargerveen

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Aussichtspunkt
Aussichtsturm
Geopark
Ein Logenplatz über dem Moor
Wer die Stufen des Aussichtsturms Bargerveen erklimmt, blickt auf eine Landschaft voller Geschichte und wilder Natur. Errichtet vom Naturpark Bourtanger Moor – Veenland direkt an der deutsch-niederländischen Grenze, bietet der Turm die perfekte Perspektive: Von hier oben öffnet sich das Panorama über das Natura-2000-Gebiet Bargerveen – dem letzten großen Rest des einst gigantischen Bourtanger Moores.

Ein Blick zurück: Vom Urstromland zur Fehnkultur
Der weite Blick vom Turm täuscht über die harte Arbeit vergangener Jahrhunderte hinweg. Nach der letzten Eiszeit (ca. 10.000 v. Chr.) bildeten sich hier durch permanenten Wasserüberschuss riesige Hochmoore. Ab dem 17. Jahrhundert veränderte die niederländische „Fehnkultur“ die Landschaft radikal. Kanäle wurden gegraben, das Moor entwässert und Schwarztorf massenhaft als Brennstoff abgebaut. Nur dem Zusammenspiel von Naturschützern und einer frühen Kehrtwende in den 1960er-Jahren ist es zu verdanken, dass der Torfabbau hier gestoppt und das Moor renaturiert wurde.

Zwei Welten, ein Lebensraum
Die Lage des Turms direkt an der Staatsgrenze macht das Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Landschaften sichtbar, die für die Tierwelt untrennbar zusammengehören: Auf niederländischer Seite erstreckt sich das geschützte, feuchte Hochmoor mit seinen Wasserflächen – ein unersetzlicher Rückzugsort für den seltenen Langblättrigen Sonnentau und typische Torfmoose. Auf deutscher Seite grenzen landwirtschaftliche Nutzflächen direkt an das Moor. Diese Felder und Wiesen bilden ein Nahrungshabitat für die Tierwelt des Reservates. 

Bühne frei für das Vogelparadies
Der Turm macht seinem Namen alle Ehre, denn er steht inmitten eines echten Hotspots für Naturbeobachter. Rund 230 Vogelarten wie das seltene Blaukehlchen, der Neuntöter oder der Ziegenmelker sind hier zu Hause. Infotafeln direkt am Turm erklären dir die wichtigesten Arten der Region. Das absolute Highlight erlebst du jedoch im Herbst und Winter in den Abendstunden: Dann füllen sich die Wasserflächen vor dem Turm mit zehntausenden Tundrasaatgänsen und Zwergschwänen, die hier Schutz für die Nacht suchen. Im November 2017 wurde von genau diesem Punkt aus der spektakuläre Rekord von rund 60.000 einfliegenden Gänsen dokumentiert.

Dein Ausflug ins Moor
Der Turm liegt direkt am grenzüberschreitenden Fahrradknotennetz und ist der ideale Stopp oder Startpunkt für deine Erkundungstour. Rund um das Bauwerk laden Wanderwege, Aussichtshügel und versteckte Beobachtungshütten dazu ein, tiefer in das letzte Refugium der Niederlande für seltene Torfmoose und den fleischfressenden Sonnentau einzutauchen.

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Ordeniederung 1
49716 Meppen

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