Federführend ist dabei die Staatliche Moorverwaltung mit Sitz in Meppen. Seit den 1980er-Jahren kümmert sie sich darum, dass abgetorfte Flächen für die Wiedervernässung und Renaturierung hergerichtet werden. Wichtig dafür ist, dass eine Resttorfmächtigkeit von mindestens 50 cm bestehen bleibt. Sie gewährleistet, dass das Regenwasser an der Oberfläche gehalten werden kann und nicht so schnell versickert. Weiterhin wird Torf benötigt, um Verwallungen anzulegen. Sie unterteilen das Areal in kleinere Polderflächen und verhindern dadurch das seitliche Abfließen des Wassers sowie größere Wellenbewegungen, wodurch das Wachstum der torfbildenden Torfmoose verbessert wird. Unter günstigen Klimabedingungen dauert es dann ca. 10.000 Jahre, bis die ursprüngliche Torfmächtigkeit wieder erreicht wird. Ob unser Klima über einen so langen Zeitraum für die Torfmoose günstig bleibt, weiß heute niemand.
Was wir aber wissen: Wachsende Torfmoose binden große Mengen Kohlenstoff aus der Luft. Trockener Torf wird dagegen zur Treibhausgasquelle. Denn wo kein Wasser mehr vorhanden ist, ermöglicht Sauerstoff den Mikroorganismen, den Torf zu zersetzen und dabei u. a. CO₂ freizusetzen. Die Wiedervernässung von Mooren leistet also einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.